Glossar
Die Begriffe hinter den Werkzeugen, kurz und verständlich erklärt.
- Base64
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Base64 ist ein Kodierverfahren, das beliebige Bytes in 64 druckbare Zeichen abbildet, um Binärdaten über textbasierte Kanäle zu transportieren.
Base64 wandelt beliebige Binärdaten in eine Zeichenkette aus 64 druckbaren Zeichen um (
A–Z,a–z,0–9,+,/), meist mit=als Auffüllzeichen. Jeweils drei Byte werden dabei zu vier Zeichen – die Daten wachsen also um rund ein Drittel. Der Zweck ist Transport, nicht Geheimhaltung: E-Mails, URLs oder JSON vertragen keine rohen Bytes, wohl aber Base64. Eine URL-sichere Variante ersetzt+und/durch-und_. Für normale URL-Parameter oder Pfadsegmente ist das ein anderes Problem als URL-Encoding, das reservierte Zeichen per Prozentkodierung schützt. Base64 ist keine Verschlüsselung – siehe die FAQ Wofür braucht man Base64? und den Base64-Umrechner. Den Praxisvergleich mit Base64url, Hex und URL-Encoding findest du im Ratgeber Daten kodieren: Base64, Hex und URL.Quellen
- Bit
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Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit mit zwei Zuständen, meist 0 oder 1. Acht Bit bilden in heutigen Systemen ein Byte.
Ein Bit ist die kleinste Informationseinheit in digitalen Systemen und kann zwei Zustände annehmen, meist als
0oder1geschrieben. In einer Binärzahl steht jedes Bit für eine Stelle mit einer Potenz von zwei. Dadurch lassen sich Zahlen, Schalter, Rechte oder rohe Daten als Folge einzelner Bits darstellen. Schon ein einzelnes gesetztes oder gelöschtes Bit kann in einem Programm eine andere Bedeutung haben.Ein Byte fasst in heutigen Systemen acht Bit zusammen. Die Schreibweise ist wichtig:
bsteht häufig für bit,Bfür Byte. Warum sich gerade acht Bit pro Byte durchgesetzt haben, erklärt die FAQ Warum hat ein Byte acht Bit?.Beim Umrechnen hilft der Zusammenhang direkt weiter: Der Zahlensystem-Umrechner zeigt Bits im Binärsystem und ihre Hex-Darstellung; der Datengrößen-Umrechner ordnet Byte, Kilobyte und binäre Einheiten ein.
Quellen
IEC 80000-13: Quantities and units - Part 13: Information science and technology
- Cron
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Cron ist ein zeitbasierter Aufgabenplaner unter Unix; ein Cron-Ausdruck legt in fünf Feldern fest, wann ein Befehl wiederholt ausgeführt wird.
Cron ist der klassische Zeitplaner unixartiger Systeme. Die Befehle dafür stehen in der Crontab. Das Herzstück ist der Cron-Ausdruck aus fünf durch Leerzeichen getrennten Feldern: Minute, Stunde, Tag des Monats, Monat und Wochentag. Ein
*bedeutet „jeder Wert”,*/5„alle fünf”. So steht0 3 * * *für „täglich um 3:00 Uhr”. Wie man solche Ausdrücke liest, erklärt Schritt für Schritt die FAQ Wie liest man einen Cron-Ausdruck?. Einen konkreten Ausdruck übersetzt das Cron-Ausdruck-Werkzeug direkt.Quellen
- Crontab
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Die Crontab ist die Datei bzw. Tabelle, in der Cron-Ausdrücke und die zugehörigen Befehle je Benutzer oder System eingetragen werden.
Die Crontab ist die Datei bzw. Tabelle, in der Cron-Ausdrücke und die zugehörigen Befehle je Benutzer oder System eingetragen werden. Jede Zeile verbindet einen Ausdruck aus fünf Zeitfeldern mit dem Befehl, der zu den passenden Zeitpunkten laufen soll. Wie sich ein solcher Ausdruck Feld für Feld lesen lässt, erklärt die FAQ Wie liest man einen Cron-Ausdruck?.
Crontab und Cron werden oft synonym benutzt, meinen aber unterschiedliche Dinge: Cron ist der Zeitplaner-Mechanismus, der die Einträge liest und ausführt; die Crontab ist nur die Datei, in der diese Einträge stehen. Ein Cron-Ausdruck kommt deshalb auch außerhalb einer Crontab vor, etwa als Zeitplanfeld eines CI-Jobs oder in einer Anwendung mit eigener Zeitplanverwaltung.
Auf Unix-Systemen gibt es zwei Varianten: Jeder Benutzer kann eine eigene Crontab führen, typischerweise über den Befehl
crontab -ebearbeitet; eine System-Crontab enthält zusätzlich systemweite, meist administrative Jobs und trägt je Zeile einen Benutzernamen. Wie eine Crontab-Zeile im Detail bearbeitet oder eingerichtet wird, hängt vom jeweiligen System ab.Einen konkreten Cron-Ausdruck aus einer Crontab-Zeile übersetzt das Cron-Ausdruck-Werkzeug Feld für Feld in verständlichen Klartext.
Quellen
- Hash
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Ein Hash ist ein fester, kurzer Fingerabdruck beliebiger Daten aus einer Einwegfunktion, der sich nicht in die Ausgangsdaten zurückrechnen lässt.
Ein Hash ist ein fester, kurzer Fingerabdruck beliebiger Daten aus einer Einwegfunktion, der sich nicht in die Ausgangsdaten zurückrechnen lässt. Ob ein einzelnes Wort oder eine mehrere Gigabyte große Datei hineingeht: Der Hashwert hat für einen gegebenen Algorithmus immer dieselbe Länge.
Damit unterscheidet sich ein Hash grundlegend von einer Verschlüsselung. Eine Verschlüsselung arbeitet mit einem Schlüssel und lässt sich mit diesem Schlüssel wieder umkehren – ein Hash hat weder Schlüssel noch Rückweg. Er dient zum Vergleichen zweier Datenmengen, nicht zum Verbergen ihres Inhalts. Die FAQ Ist ein Hash dasselbe wie Verschlüsselung? geht auf diese Abgrenzung genauer ein.
Gebräuchliche Hashfunktionen sind SHA-256 (256 Bit, 64 Hex-Zeichen), SHA-1 (160 Bit, 40 Hex-Zeichen) und MD5 (128 Bit, 32 Hex-Zeichen). SHA-256 ist heute der verbreitete Standard; SHA-1 und MD5 tauchen vor allem noch als ältere Vergleichswerte auf, etwa auf Downloadseiten, die keinen SHA-256-Wert angeben.
Einen Hashwert für einen eigenen Text berechnest du mit dem Hash-Rechner. Wie sich damit prüfen lässt, ob eine heruntergeladene Datei unverändert ist, erklärt die FAQ Wofür nutzt man eine Prüfsumme?.
Quellen
- Hexadezimal
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Hexadezimal ist ein Zahlensystem zur Basis 16 mit den Ziffern 0–9 und A–F, das je vier Bit kompakt als eine Ziffer darstellt.
Das Hexadezimalsystem nutzt sechzehn Ziffern:
0bis9sowieAbisFfür die Werte zehn bis fünfzehn. Sein Vorteil liegt in der Nähe zum Binärsystem: Genau vier Bit ergeben eine Hex-Ziffer, sodass sich lange Bitfolgen kurz und lesbar notieren lassen. Deshalb erscheinen Speicheradressen, Farbwerte (#ff8800) und Byte-Werte fast immer hexadezimal. Warum genau diese Fälle von Hexadezimal profitieren, erklärt die FAQ Wann ist Hexadezimal praktischer als Dezimal?. Wie Hex gegen Base64, Base64url und URL-Encoding abgegrenzt wird, zeigt der Ratgeber Daten kodieren: Base64, Hex und URL; für Query-Werte und Pfadsegmente gibt es das URL-Encoding-Tool. In vielen Sprachen kennzeichnet das Präfix0xeine Hex-Zahl. Umrechnen kannst du sie mit dem Zahlensystem-Umrechner. - RGB und HSL
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RGB beschreibt eine Farbe über Rot-, Grün- und Blau-Anteil; HSL über Farbton, Sättigung und Helligkeit – beide Modelle meinen dieselbe Farbe.
RGB setzt eine Farbe aus drei Kanälen zusammen – Rot, Grün und Blau, jeweils 0 bis 255. Die HEX-Schreibweise (
#ff8800) ist nur eine kompakte Notation derselben drei Werte. HSL beschreibt dieselbe Farbe anders: über den Farbton (0–360°), die Sättigung und die Helligkeit (je 0–100 %). HSL ist praktisch, wenn du eine Farbe gezielt heller, dunkler oder blasser machen willst, ohne alle drei RGB-Kanäle einzeln anzupassen. Zwischen beiden wechselt der Farb-Umrechner.Quellen
- Schaltjahr
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Ein Schaltjahr hat im gregorianischen Kalender 366 Tage; der zusätzliche Tag ist der 29. Februar.
Ein Schaltjahr ist ein Kalenderjahr mit 366 Tagen. Im gregorianischen Kalender liegt der zusätzliche Tag am 29. Februar; dadurch hat der Februar in solchen Jahren 29 statt 28 Tage.
Die vollständige gregorianische Regel lautet: Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn es durch 4 teilbar ist, ausser es ist durch 100 teilbar; ist es durch 400 teilbar, ist es trotzdem ein Schaltjahr. Die Kurzform “alle vier Jahre” lässt diese Jahrhundertregel weg.
Für Zeitspannen ist ein Schaltjahr relevant, weil Jahre und Monate dadurch nicht als feste Dauer wie Sekunden, Stunden oder Wochen behandelt werden können. Die genaue Regel erklärt die FAQ Wann ist ein Jahr ein Schaltjahr?. Warum auch Monate keine konstante Länge haben, steht in Warum ist ein Monat keine feste Zeitspanne?.
Quellen
- Unix-Zeit
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Die Unix-Zeit zählt die Sekunden seit dem 1. Januar 1970 00:00 Uhr UTC und ist ein zeitzonenunabhängiger Zeitpunkt als einzelne Zahl.
Die Unix-Zeit (auch POSIX-Zeit oder Epoch) misst einen Zeitpunkt als Anzahl der Sekunden seit dem 1. Januar 1970, 00:00 Uhr UTC – dem sogenannten Unix-Epoch. Ihr großer Vorteil: Sie ist eine einzelne Ganzzahl ohne Zeitzone, Sommerzeit oder Format, was Vergleiche und Speicherung stark vereinfacht. Schaltsekunden sind dabei ein eigener Sonderfall: Unix-/POSIX-Zeit zählt sie nicht als separate fortlaufende Sekunde. Die kurze Einordnung steht in der FAQ Was ist eine Schaltsekunde?. Viele Systeme verwenden statt Sekunden Millisekunden. Am 19. Januar 2038 stößt die klassische 32-Bit-Unix-Zeit an ihre Grenze (das „Jahr-2038-Problem”), weshalb moderne Systeme 64-Bit-Werte nutzen. Umrechnen kannst du sie mit dem Unix-Zeitstempel-Umrechner.
Quellen
- UTC
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UTC ist die koordinierte Weltzeit und dient als gemeinsame Zeitbasis für Zeitstempel, Zeitzonen und ISO-Datumsangaben.
UTC ist die koordinierte Weltzeit und dient als gemeinsame Referenz, damit Zeitpunkte unabhängig vom Ort eindeutig beschrieben werden können. Wenn ein System einen Zeitpunkt in UTC speichert oder ausgibt, meint es nicht die lokale Uhrzeit in Berlin, Wien oder Zürich, sondern eine neutrale Zeitbasis. Das hilft besonders bei Logs, APIs und Kalenderdaten, die zwischen Systemen verglichen werden.
Lokale Uhrzeiten entstehen erst durch eine Zeitzone: Sie zeigt denselben Zeitpunkt mit einem passenden Offset und gegebenenfalls Sommerzeitregeln an. Deshalb kann ein ISO-Datum mit
Zam Ende anders aussehen als die Anzeige im Browser, obwohl beide denselben Moment meinen.Bei Unix-Zeit ist UTC besonders sichtbar, weil die Epoch auf den 1. Januar 1970 um 00:00 Uhr UTC bezogen ist. Der Unix-Zeitstempel-Umrechner zeigt UTC- und lokale Darstellung nebeneinander.
Quellen
- Zeitzone
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Eine Zeitzone legt fest, wie ein Zeitpunkt lokal angezeigt wird - inklusive UTC-Offset und, je nach Region, Sommerzeitregeln.
Eine Zeitzone legt fest, wie ein Zeitpunkt als lokale Uhrzeit angezeigt wird. Sie besteht nicht nur aus einem Abstand zu UTC, sondern aus Regeln für eine Region, etwa für Ortsnamen und Sommerzeit. Ein Name wie
Europe/Berlinist deshalb robuster als ein fest eingetragener Offset, weil sich Regeln politisch ändern können. Für Entwickler ist der Zonenname oft der bessere Speicher- oder Anzeigehinweis als eine handgeschriebene Stundenangabe.Wichtig bei Zeitstempeln: Die Zeitzone beschreibt die Darstellung, nicht den gespeicherten Zeitpunkt. Ein Unix-Zeitstempel bleibt dieselbe Zahl, egal ob du ihn als UTC oder als lokale Zeit ansiehst. Im Umrechner ist deshalb die Zonenwahl ein Anzeigeproblem, keine Änderung des Zeitstempels. Warum das bei Unix-Werten häufig zu verschobenen Uhrzeiten führt, erklärt die FAQ Hat ein Unix-Zeitstempel eine Zeitzone?. Praktisch prüfen kannst du beide Ansichten im Unix-Zeitstempel-Umrechner.
Quellen